COVER_2021_Tiefseetauchen

Ida Lødemel Tvedt schreibt über die Einsamkeit und den Wahnsinn, über das Nachhausekommen und die Liebe in Zeiten der Neurodiversität. Ihre Essaysammlung handelt vom Kindsein und Heimat, von Abenteuerlust und den Tiefen des Ozeans.

 
Die norwegische Schriftstellerin betrachtet allgegenwärtige wie aktuelle Stimmen, etwa deren von Simone Weil, Martha Nussbaum, Hannah Arendt, Sartre, Nietzsche, Dolly Parton, Susan Sontag, Gertrude Stein, James Baldwin und Claire-Louise Bennett. Ihre Reflexionen bewegen sich in einer Welt – zwischen Europa und den USA, zwischen urbanen Kulissen und weiten Landschaften –, die zeitweise kalt und desillusioniert wirkt, um dann wiederum euphorisch und wohlgesonnen zu erscheinen.
Tvedt geht mit Narzissmus, Rassendiskurs und menschlicher Essenz ins Gericht – und mit der Essayistik an sich. Sie schließt sich einer Bewegung an, die von der Ich-zentrierten Essaykultur abrücken will, um politischer, gesellschaftskritischer und sachorientierter Essayistik mehr Raum zu geben.

 
Ihr Werk Tiefseetauchen zeichnet sich durch eine scharfe Beobachtungsgabe, eine starke kritische Stimme und erfrischende Gedankengänge aus. Der Titel mag auf das Streben nach Tiefe, das Ergründen gesellschaftlicher Ordnungen und Dynamiken hindeuten, doch vielleicht nimmt er auch nur Bezug auf die ‚maritimen Fantasien’ der Autorin.

Ida Lødemel Tvedt
Tiefseetauchen
Kommode Verlag
Erscheinungsdatum April 2021
340 Seiten, 11×18 CM
Hardcover, Fadenbindung, Lesebändchen
ISBN 978-3-9524114-1-4
EUR 26.00

Aus dem Norwegischen von Karoline Hippe



COVER_2021_Bewusstsein

Was ist Bewusstsein? Was sind Voraussetzungen dafür und was die Folgen daraus?
In welchem Verhältnis stehen Information und Bewusstsein?
Wie viele Entscheidungen treffen wir tatsächlich bewusst?
Sind unsere Gedanken frei?
Wie manipulierbar sind wir?
Beeinflussen unsere Gene das Unbewusste?
Gibt es eine Anatomie des Bewusstseins?
Wo sind Erinnerungen gespeichert?
Und welche Rolle spielen Meeresschnecken dabei?
Wie interagieren Geist und Gehirn?
Und was hat Quantenphysik damit zu tun?
Was Hyperventilation mit Hollywood?
Der Bicycle Day mit Depression?
Oder Ekstase mit Burn-out?

 
Was wir über Bewusstsein wissen sollten bietet einen umfassenden, kompakten Blick auf den Stand des Wissens und führt uns die Vielschichtigkeit der Thematik vor Augen. Die Wissenschaft kann keine klare Definition für Bewusstsein bieten. Es gibt keine Einzeldisziplin, die dem komplexen Phänomen gerecht wird, aber den Konsens, dass Bewusstsein zu den gewichtigen Instrumenten der Evolution zählt.

 
Das Buch thematisiert grundlegende Fragen wie das Leib-Seele-Problem, es erläutert Zusammenhänge mit neurologischen Vorgängen, geht auf mentale Prozesse ein, stellt diverse Methoden und Zustände von verändertem Bewusstsein vor und spricht die Rolle von Informationen an.

Dabei geht es der Entwicklung des Ich-Bewusstseins nach, umfasst Fragen zur Kreativität, Intelligenz und psychischen Fragilität, dem kollektiven Bewusstsein und Unterbewusstsein. Der Einfluss von Emotionen, Erinnerungen und Intuition wird genauso beleuchtet wie die Forschung zu Brain-Machine-Interfaces, zelluläres Erinnerungsvermögen und kulturelles Gedächtnis. Denn erst wenn die vielen Aspekte zusammengetragen werden, entsteht ein vages Gesamtbild.

Claudia Schneider
Was wir über Bewusstsein wissen sollten
Kommode Verlag
Erscheinungsdatum April 2021
440 Seiten, 14×21 CM
Broschur, Fadenbindung
ISBN 978-3-9524114-2-1
EUR 28.00

Mit Illustrationen von Ole Niemann