COVER_2017_Pobeda 1946

"Ein eleganter Roman über die Wirklichkeit eines besetzten Landes." Sofi Oksanen
 
1946. Der eiserne Vorhang teilt Europa. Die Ohren und Augen des Geheimdienstes sind überall. Der sechsjährige Junge weiß nichts davon, als er in den faszinierenden Pobeda steigt. Er gerät in die Fänge des Geheimdienstes und wird gnadenlos instrumentalisiert. Unwissentlich verrät er seinen Vater, der dem Widerstand angehört. Als auch noch seine Mutter verschwindet, ist er in diesem totalitären System auf sich allein gestellt.
Gleichzeitig versuchen der britischer BBC Radiomoderator Alan und die estnische Opernsängerin Johanna ihre Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten. Ihre Briefe werden vom Geheimdienst abgefangen. Die Ausreise aus dem Land ist fast unmöglich, eine Einreise ebenso. Trotz den widrigen Umständen planen sie ein Treffen in Moskau.
 
Bildhaft, und mit hervorragend platzierten Szenenwechseln, inszeniert Ilmar Taska die einzelnen Charaktere und ihre inneren Konflikte. Der Roman liest sich gleichermaßen als Zeitdokument wie auch als hochspannender Thriller.

Ilmar Taska
Pobeda 1946
Kommode Verlag
Erscheinungsdatum Oktober 2017
300 Seiten, 14.7×21.5 CM
Hardcover
ISBN 978-3-9524626-4-5
EUR 19.90

Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt



COVER_2017_Fliehende Lichter

Ein Rastloser wagt die Flucht mit einer Unbekannten. Er weiß nicht wohin, einzig die Angst ist da und dieser Traum. Ein junger Mann begibt sich auf die Suche nach seinem verschollenen Freund. In der gelben Hitze Kolumbiens verschieben sich Bedeutung und Werte. Nur der nächste Atemzug zählt. Eine Mauer ersetzt den Zaun im syrischen Heimatdorf eines Mädchens. Ihre Welt zittert. Sie nimmt einen Stein und wirft. Eine Frau mit himmelblauen Schuhen und einem Faible für das Unsichtbare tritt in das Leben des Erzählers und verschwindet wieder, hinterlässt bloß ihre Stimme.

 
Die Flucht, der ungewisse Zustand zwischen Aufbruch und Ankommen, zieht sich thematisch durch Lu Bonauers Erzählungen. Sie handeln von Figuren, die in der Ersten und der Dritten Welt um Identität und Existenz ringen.
 
Subtil und intensiv, manchmal beinahe surreal, zeichnet Bonauer Charaktere, deren Existenz bedroht ist, von außen oder innen. Er schreibt über die Unfähigkeit eine reale Verbindung mit anderen und sich selbst herzustellen und darüber, wie dennoch ein Gefühl von Heimat an unerwarteten Orten, mit unerwarteten Menschen entstehen kann.

Lu Bonauer
Fliehende Lichter
Erzählungen
Kommode Verlag
Erscheinungsdatum Oktober 2017
208 Seiten, 14.7×21.5 CM
Hardcover
ISBN 978-3-9524626-3-8
EUR 19.90