Flora

Auf einem nächtlichen Spaziergang finden Adam und Sára am Stadtrand ein kleines, stilles Wesen. Das junge Paar entscheidet sich, das Geschöpf, das sie Flora nennen, erst einmal zu sich zu nehmen. Sie bringen es in die nahegelegene Datsche von Adams verstorbener Großmutter, die mitten in einem dystopischen, von der Stadtverwaltung abgesperrten Areal liegt. Sara entwickelt sofort Muttergefühle für das schnell wachsende Wesen und will in der
Datsche bleiben, um es vor der Welt zu schützen, während Adam eine wachsende Distanz verspürt. Das Kleine wird ihm zunehmend unheimlich. Als seltsame Dinge geschehen, regt sich bei Adam ein furchtbarer Verdacht — doch was steckt wirklich dahinter?

Jonáš Zbořill vertraut in seinem ersten Roman auf die Kraft der Fantasie. Er erzählt eine Geschichte aus einer nur leicht verschobenen Gegenwart, in der wir nicht mehr überblicken, wer unser Dasein bestimmt, wie grundlegend wir die Natur verändern und wie sehr künstliche Intelligenzen Einfluss nehmen. Und er stellt die Frage, wie man als Paar mit der eigenen Elternschaft und den damit einhergehenden zwiespältigen Gefühlen und Dynamiken umgeht
und trotz allem Empathie für ein fremdes Wesen entwickeln kann.

"Flora ist eine Offenbarung. Diese Geschichte über Liebe — und eine neuartige Welt, die eines Tages Wirklichkeit sein wird —, entfaltet sich durch Zbořils eindringliche und kraftvolle Bilder langsam und geht einem dann nicht mehr aus dem Kopf."
Marek Torcík

Jonáš Zbořil
Flora
Jonáš Zbořil

Kommode Verlag
Erscheinungsdatum
ISBN 978-3-912563-00-9
EUR 22.00

Aus dem Tschechischen von Sophia Marzolff